Gebäudeabdichtung

Wenn man die Gefahr kennt, findet man auch einen Weg sich zu schützen.

Diese Zeilen gelten eigentlich auch bei Bauwerken, sind diese doch geplant und ausgeführt von Fachleuten, die es wissen sollten. Wie kann es denn dann zu Wasserschäden und Abdichtungsproblemen kommen? Hier werde ich gerne aus meiner Tätigkeit als Gutachter berichten, denn hier gibt es, wie Sie sich denken können, noch viele weitere Möglichkeiten wie man Wasser ins Haus bekommt.

Bausachverständiger-Kamprath: Generell ist ja die äußere Hülle, Gebäudehülle, wasserfest und hydrophob gewählt. Jetzt benötigen wir jedoch Fenster und Türen, allein diese Durchbrüche “Verletzungen” der Fassade führen immer wieder zu Undichtigkeiten und somit zu Feuchteschäden. Kleine Risse, auch Harrrisse unter 0,2mm können kapillar Wasser transportieren. So sollte man die Hülle betrachten, denn flüssiges Wasser bewegt sich immer, anders als Wasserdampf, zur Verdunstungsfläche und die ist oftmals, im Winter zumindest, auf der Innenseite. Schon nur 4% mehr Feuchtigkeit in der Wand verringern die energetische Qualität um 50%.  Auch Ermüdung von Materialien oder die sich ändernde Art der Wasserlast, können Gebäuden mehr oder weniger stark zusetzten. Nutzungsänderungen und die daraus resultierenden Anforderungen an das Klima sind auch schon mal Auslöser für Schäden. Hier ist die Betrachtung aller einbindenden und berührenden Teile sinnvoll. Leckagen oder schleichende Wasserschäden müssen in die Anamnese einfließen. Gibt es bauschädliche Salze in der Konstruktion? Sulfate, Nitrate oder sogar Salpeter? Salpeter und Nitrate sind als organische Salze, eher selten anzutreffen. Aber auch hier gibt es ausnahmen zum Beispiel bei Viehhaltung oder wenn es früher Klärgruben gegeben hat. Wenn wir die Ursache geklärt haben, können wir eine Lösung entwickeln und dann auch eine nachhaltige Sanierung anbieten. Die Wahl der Abdichtungsart wird immer von der Angriffsart des Wassers und der Nutzung und der Beanspruchung abhängen. Gerade im Raum Heidelberg und im gesamten Neckartal sind viele Gebäude am Hang gebaut und unterliegen besonderen Ansprüchen an den Wasserangriff und die Dichtigkeit. In dem Zusammenhang, dass viele Keller nun nicht mehr als reine Lagerräume genutzt werden, sondern oftmals als Wohnraum umgenutzt werden, steigen auch die Ansprüche an das Raumklima und somit auch an die Abdichtung. Hier gilt es individuelle Lösungen zu finden und dem Nutzer ein ideales Wohlfühlklima zu bieten. Hier sind wir Fachleute und finden immer eine Lösung für Ihr Problem.

Ortstermin und Messtechnik:

  • Wir finden die Ursache und entwickeln Strategien für ein behagliches Zuhause.
  • Beim Ortstermin erstellen wir eine genaue Anamnese des Gebäudes.
  • Es erfolgt eine bauphysikalische Betrachtung der gesamten Hülle.
  • Messung der raumklimatisch wichtigen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit
  • Berechnung der Lüftungsanforderungen
  • Untersuchung und Bewertung möglicher Schwachstellen.
  • Wärmebrückenberechnung und Kompensation
  • Thermographien
  • Luftkeimmessung
  • Videoscopeaufnahmen
  • Messung der Bauteilfeuchte: Darrprobe,CM Gerät sowie orientierende Messungen mit der Gann Hydromette M 4050 und der uni 1
  • Schadsalzanalyse und Bewertung
  • Probenahme zur Material und Schadstoffprobe (Mikrobielle Belastungen, Asbest…)
  • Rissdokumentation und Bewertung
  • Bewertung der empfundenen Luftqualität (Personenbezogene Messung)